Stuttgart

Gemeinsam musizieren für ein tolerantes Miteinander

Das „Orchester der Kulturen“ schafft Verständigung und Integration über das Medium Musik. Es hat geflüchtete Musiker in seine Reihen aufgenommen und setzt mit ihnen gemeinsam kreative Bühnenprojekte um.

„Spirit of One“ hat das „Orchester der Kulturen“ aus Stuttgart sein Projekt getauft, das aus verschiedenen Aktivitäten für Flüchtlinge besteht. Dazu gehörte beispielsweise das „Oratorium“, das die Musiker zusammen mit dem Solitude-Chor Stuttgart und der Sparda-Bank Baden-Württemberg zur Aufführung brachten oder das Musical „Sinfonie unseres Lebens“, das sie mit der Bürgerstiftung Sindelfingen und mit Unterstützung der Daimler AG aufführten. Dabei wurden die Geschichten von Flüchtlingen kreativ umgesetzt und einem breiten Publikum zugänglich macht. Gleichzeitig erhielten die Flüchtlinge die Chance, das Erlebte durch Musik und Schauspiel zu verarbeiten. Beteiligt am „Oratorium“ waren 15 Zuwanderer aus Syrien, an der „Sinfonie unseres Lebens“ haben 50 Neuankömmlinge aus Afghanistan, dem Iran, dem Irak, Syrien und dem Kongo mitgewirkt. Durch ihre Mitarbeit lernten sie Deutsch, knüpften zahlreiche Kontakte und fassten Fuß in ihrer neuen Heimat.

Die Erfahrungen aus diesen Projekten haben dazu geführt, dass das „Orchester der Kulturen“ sich nun auf regelmäßiger Basis für Flüchtlinge engagiert, indem bis zu vier von ihnen bei Konzerten wie beispielsweise anlässlich des „Nordhessischen Kultursommers“ in Kassel oder der Interkulturellen Woche in Göppingen mitwirken. Für die Musiker steht fest: Die Zusammenarbeit mit den Menschen aus anderen Kulturkreisen fördert die Verständigung und das respektvolle Miteinander.

„Die Übersetzung des Wortes ‚Integration‘ macht es deutlich: Erneuern wir uns selber! Ergänzen wir uns durch bei uns schon Verschollenes! Erfrischen wir uns geistig und erfinden uns selber neu und nehmen dabei die Herausforderung an, selbst das gut Funktionierende neu in Frage zu stellen. Die Flüchtlinge, heute wie zu allen Zeiten, geben uns die Chance, menschlich über uns hinauszuwachsen und in eine Begegnung zu treten, die auf Neugierde auf des Menschen Kern und Herz gegründet ist.“
Adrian Werum Geschäftsführender Inhaber
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