Grevenbroich, Neuss, Hamburg

Sprachkurs, Schnupperpraxis und acht Azubistellen

Der Aluminiumkonzern Hydro bietet in seinen deutschen Werken acht Geflohenen eine Ausbildung an. Der erste Azubi hat begonnen. Andere werden mit Sprachkurs und Betriebsschnuppern herangeführt.

Das Aluminiumunternehmen Hydro entschied 2015, an drei deutschen Standorten acht überplanmäßige Ausbildungsstellen nur für Flüchtlinge zu schaffen. 15 Syrer besuchen seit März einen Sprachkursus nach SGB III, viermal pro Woche. Acht Flüchtlinge schnuppern auch in die Ausbildungswerkstatt hinein, lernen löten, Stromkreise aufbauen, Industriemechanik rund ums Aluminium. Sie sollen ab Februar 2017 über Einstiegsqualifizierung und den Weg zum Sprachlevel B2 gefördert werden.

Ein Kandidat kann schon so gut Deutsch, dass er im August 2016 als erster eine Ausbildung begann. Ein anderer mit Kaufmann-Hintergrund durfte eine „berufsorientierte Maßnahme“ im Logistikbereich starten und soll 2017 unbefristet als Mitarbeiter eingestellt werden.

Die Teilnehmer sind hochmotiviert, integrationswillig und sehr höflich. Wer eng mit ihnen arbeitet, erhält ein interkulturelles Kompetenztraining: Unterschiede verstehen, Behutsamkeit lernen. Geplant sind außerdem gemeinsame Workshops und Sportangebote.

„Wir leisten unseren Beitrag, um Flüchtlingen, die aus großer Not nach Deutschland gekommen sind, eine berufliche Perspektive in unserer Industrie zu eröffnen. Dazu braucht es Sprachkurse und Behutsamkeit auch bei den Ausbildenden. Darum veranstalten wir ein interkulturelles Kompetenztraining für alle hier, die mit Flüchtlingen zu tun haben.“
Volker Backs Geschäftsführer und Arbeitsdirektor, Hydro Aluminium Rolled Products GmbH
Unser Patenschaftsversprechen (PDF, 268 Kb)