Eichstetten

Engagement für die Reform des Bleiberechts

Die Festanstellung von Badinding J. aus Gambia als Bauhelfer führte beim Erwin Meier Baugeschäft dazu, sich dafür einzusetzen, dass gut integrierte Flüchtlinge unabhängig vom Status ihres Herkunftslandes längerfristig in Deutschland bleiben dürfen.

Im Februar 2016 hat das Erwin Meier Baugeschäft Badinding J. als Bauhelfer fest angestellt. Zuvor hatte der Gambier, der in seiner Heimat als Maurer tätig war, bei dem Bauunternehmen ein Praktikum absolviert. Schnell lernte er den Umgang mit den Maschinen und verbesserte seine Sprachkenntnisse, so dass er zu einem wertvollen Teammitglied wurde. Da Badinding J. die Abschiebung nach Italien droht, wo er seinen ersten Asylantrag stellte, und Erwin Meier seinen neuen Mitarbeiter nicht verlieren möchte, setzt sich das Unternehmen aktiv für eine Reform des Bleiberechts sowie Rechtssicherheit für gut integrierte Flüchtlinge ein. Dazu steht die Geschäftsführung mit den örtlichen Behörden sowie mit anderen Unternehmen in Kontakt. Zudem hat sie die Medien auf dieses Thema aufmerksam gemacht. Ziel der Aktivitäten ist, dass Flüchtlinge, die die Sprache gut beherrschen und ihren Lebensunterhalt selbst sichern können, in Zukunft längerfristig in Deutschland bleiben können.

„Es ist unsere Überzeugung, dass wir eine unbürokratische, einheitliche und transparente Rechtssicherheit bei der Einstellung von Flüchtlingen benötigen. Gemeinsam mit anderen Unternehmen wollen wir versuchen, die Öffentlichkeit zu erreichen und sie zu überzeugen, dass wir durch eine ,legale Arbeitszuwanderung‘ nur gewinnen. Schließlich ist aufgrund der demografischen Entwicklung absehbar, dass viele Stellen insbesondere in Handwerk, Gastronomie und Pflegeberufen nicht mehr besetzt werden können“
Beate Meier Geschäftsführerin der Erwin Meier GmbH
Unser Patenschaftsversprechen (PDF, 232 Kb)