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Berufliche Perspektiven und konkrete Unterstützung

Die Integration von Flüchtlingen ist facettenreich und fordert die gesamte Gesellschaft. Die AOK als Körperschaft des Öffentlichen Rechts und modernes Dienstleitungsunternehmen stellt sich dieser Verantwortung.

Eine langfristige Perspektive bieten

„Die Integration von Flüchtlingen ist derzeit eine der größten Herausforderungen, gleichzeitig aber auch eine langfristige Chance für unsere Gesellschaft. Die AOK Nordost steht für Offenheit, Toleranz und Solidarität und sieht es deshalb auch als ganz persönliche Aufgabe, zusammen mit anderen Unternehmen aktiver Teil dieser Integration zu sein“, betont Frank Michalak, Vorstandsvorsitzender der AOK Nordost. Die „AOK Nordost – Die Gesundheitskasse“ bildet nicht nur Flüchtlinge aus, sie garantiert ihnen auch nach erfolgreichem Abschluss die Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Nach einem dreimonatigen Praktikum und der anschließenden dreijährigen, dualen Ausbildung werden die Absolventen bei entsprechender Eignung übernommen. Damit wird den jungen Menschen bereits mit Ausbildungsbeginn eine gute Chance auf eine berufliche Zukunft geboten.

Von Anfang an stehen die Geflüchteten in ständigen Kontakt mit den Mitarbeitern und Lehrkräften, wie alle anderen Auszubildenden auch. Das erleichtert den jungen Menschen die gesellschaftliche Integration. Im Mai 2016 haben bereits die ersten fünf Nachwuchskräfte aus Krisengebieten ein Praktikum begonnen. Zwei von ihnen starteten im September mit einer regulären Ausbildung zu Kaufleuten für Büromanagement.

Berufseinstieg ermöglichen

Die AOK Baden-Württemberg übernimmt soziale Verantwortung und beteiligt sich aktiv an der beruflichen Integration von Flüchtlingen. Ziel ist es, aus diesem Kreis Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen. Sie werden dabei helfen, die Neuankömmlinge, die bei der AOK-Baden-Württemberg versichert sind, erfolgreich zu beraten. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AOK Baden-Württemberg setzen sich bereits heute aus 40 Nationalitäten zusammen. Vielfalt ist für die AOK Baden-Württemberg integraler Bestandteil der HR-Strategie“, erklärt Siegmar Nesch, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der AOK-Baden-Württemberg, zu diesem Projekt.

Die AOK Baden-Württemberg arbeitet werteorientiert auf allen Ebenen zusammen. Ihre Werte sind: Leistung, Verantwortung, Vertrauen und Wertschätzung. Das sind die Eckpunkte, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in den Einstiegsqualifizierungsmaßnahmen erlebbar gemacht werden und die sie so bei der Integration in das Unternehmen und die Gesellschaft unterstützen. Die AOK Baden-Württemberg setzt dabei auf das persönliche Engagement von Ausbildungsleitungen, Fachausbilder/innen und einem Patensystem. Ziele sind die Begleitung zum Erfolg der Maßnahme, eine optimale Qualifizierungssituation und die Unterstützung im sozialen Umfeld. Dazu wurden die Mitwirkenden entsprechend qualifiziert.

Im Herbst 2016 begann mit 13 heranwachsenden Geflüchteten begleitet durch Sprachkurse eine Einstiegsqualifizierung im kaufmännischen Bereich. Die AOK Baden-Württemberg will Geflüchteten eine berufliche Perspektive mit Zukunftschancen schaffen. Geflüchtete, die in unserem Unternehmen eine Einstiegsqualifizierung absolvieren und im Anschluss eine Ausbildung beginnen, sind das eigentliche Ziel. Nach erfolgreicher Ausbildung eröffnen sich dann alle Karrierechancen, die die AOK Baden-Württemberg bietet.

Auch im Herbst dieses Jahres werden ca. 20 heranwachsende Geflüchtete dieses Angebot erhalten.

Migranten den Weg ins Berufsleben ebnen

Die AOK Hessen engagiert sich seit August 2016 bei der Qualifizierung von Flüchtlingen in zwei Projekten unter der Federführung des Bildungswerks der Hessischen Wirtschaft e.V.

Im „First-Step-Programm: Qualifizierungs- und Vermittlungsangebot in der Pflege“ wird Migrantinnen und Migranten der Einstieg in Berufe der Pflege erleichtert. In der neun Monate dauernden Ausbildung übernimmt die AOK Hessen die Qualifizierung in den Themenfeldern soziale Sicherung und Pflegeversicherung und stellt hierfür unter anderem Pflegehilfsmittel für die fachpraktische Ausbildung und Lernmaterial zur Verfügung. Die ersten Schulungen für drei Gruppen an verschiedenen Standorten in Hessen wurden bereits mit großem Erfolg durchgeführt. Das zweite Projekt richtet sich an Geflüchtete, die bereits eine Ausbildung oder ein Studium in ihrem Heimatland abgeschlossen haben. In einer sechs Monate dauernden Qualifikation zur Integration in den Arbeitsmarkt macht die AOK Hessen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fit für Bewerbungen und Auswahlverfahren, außerdem bietet sie Praktikumsplätze an. „Von einer erfolgreichen Integration in den Arbeitsmarkt können langfristig alle profitieren: zuvorderst die Flüchtlinge, aber auch Unternehmen, die oft Fachkräfte und Nachwuchs suchen – und schließlich die AOK wie auch die gesamte Sozialversicherung von mehr Menschen in Beschäftigung“, fasst Detlef Lamm, Vorstandsvorsitzender der AOK Hessen, die Bedeutung des Engagements zusammen.

Nachbarschaftshilfe mal anders

Die Asylunterkunft Stadtkrone Ost in Dortmund liegt in unmittelbarer Nähe der Direktion der AOK NORDWEST. Die Flüchtlinge sind dort in zwei Tragluftzelten untergebracht. Da steht es außer Frage, dass die Gesundheitskasse Nachbarschaftshilfe auf verschiedenen Ebenen leistet. Sie unterstützt die Menschen, bringt sich aktiv in den politischen Dialog ein und nimmt an Ausschüssen teil. Die AOK Nordwest hat gezielt Spendenaktionen ins Leben gerufen und in der Direktion eine eigene Sammelstelle für Kleidung und Lebensmittel eingerichtet. Für Sprachkurse und Weiterbildung stellt die AOK ihr Direktionsgebäude kostenfrei zur Verfügung. Auch hat sich aus dem Kreis der Mitarbeiter ein Pool an freiwilligen Helfern gebildet, die bei konkreten Projekten unterstützen.

„Herausfordernd war aus meiner Sicht die interne Diskussion im Kreis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Pro und Contra der Asylpolitik und deren Auswirkungen – und das praktisch vor der eigenen Haustür. Positiv hervorzuheben ist dabei das persönliche Engagement, sich auf unterschiedlichen Ebenen immer wieder in die Unterstützungsarbeit einzubringen“, weiß Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NORDWEST, zu berichten.

„Die AOK steht für Verantwortung, Solidarität und soziale Sicherung. Das sind die Werte von denen wir uns auch bei der Integration von Flüchtlingen leiten lassen. Schließlich gilt es, die derzeit größte Herausforderung und Chance unserer Gesellschaft gemeinsam zu schultern.“
Martin Litsch Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes
Unser Patenschaftsversprechen (PDF, 112 Kb)